Sie muss ja. Aller Skandale zum Trotz. Heute gibt´s leider schon wieder maßlose Spannung mit den maßlos überwerteten Belgiern, den skandalösen Prince-Muntari-rauskickenden Ghanaern, den seriös-euphorisch-furiosen Amerikanern und den des-haut-scho-hi-voll-lässigen Deutschen. Des weiteren mit schlappen Russen, heißen Algeriern und indifferenten Südkoreanern. Und mit German Angst. Warum? „Wir“ sind schon „fast durch“, heißt es. „Wir“ = Deutschland. Fast durch ist völliger Quatsch.

Ich mach´s kurz: Es ist eine ganz, ganz gefährliche Situation. Es wird Chancen für die USA geben. Und nicht wenige. Und gute. Vor allem deshalb, weil wir auch nach zwei Spielen noch keine eingespielte Abwehr, geschweige denn ein hammerfest vorgeschaltetes defensives Mittelfeld haben. Geschweige denn gesicherte Erkenntnisse über krisenfeste Alternativen bei etwaigen Ausfällen von Startelfkräften. Die begabten Defensivkräfte Eric Durm, Kevin Großkreutz und Christoph Kramer warten noch auf einen echten Härtetest.

Leute, das ist mir alles zu wenig. Ich bin mit der Gesamtsituation höchst unzufrieden.

Friede, Freude, Eierkuchen, raus.

Ich habe Angst.

German Angst.

Wir lagen gegen Ghana mir nichts dir nichts in Rückstand. Keiner weiß, warum? Keiner traut sich, die die wahren Ursachen anzusprechen.

Als Ghana nur mal so ein bisschen aufgedreht haben, schwammen wir so dermaßen weg, auch taktisch, das war peinlich. Wir haben zwar Moral, Cleverness und Können bewiesen durch unsere halbfitten wettkampftauglichen Teilzeitergänzungsspieler Schweinsteiger und Klose. Aber ich möchte eigentlich nicht mehr in solch indifferente, unwägbareSituation kommen müssen, wie gegen Ghana.

Schon gar nicht gegen die USA. Die „SZ“ schreibt die Amis heute anhand Berti, Jürgen und Clint Dempsey quasi zum Geheimfavoriten hoch.

„SportBild“ meldet aktuell, der Spielort Recife steht komplett unter Wasser, das Spiel könnte verschoben werden. Das heißt, schon wieder schwimmen. Aber diesmal nicht in den Angriffswellen des Gegners, sondern in echten Fluten.

Ja, cool, das lässt hoffen, wenigstens eine Galgenfrist, Mann.

Wasser und Feuchtigkeit tun „uns“ gut. Ich erinnere an das Fritz Walter-Wetter, 1954, super. An die Regenschlachten gegen Schweden und Polen, 1974, grandios. An den verregneten italienischen Frühsommer 1990 – zack, schon waren wir Weltmeister.

Das Orakel sagt, es sei heute megaschwierig mit exakten Vorhersagen. So eine glasklare Sache wie vorgestern das 1-0 von Uruguay gegen Italien gäbe es heute heute nicht. Nein, das Orakel sieht, auch aufgrund der unsicheren Wetterlage in Recife, ganz, ganz enge, kipplige matches voraus. Wie zum Beispiel:

Deutschland – USA 1-1. (wahlweise auch 2-1. Oder 1-2).

Ghana – Portugal 2-1. (1-1. 1-2)

Südkorea – Belgien 1-1. (1-2. 1-3)

Algerien – Russland 1-1. (2-1. 1-2)

 

Noch Fragen? Euch noch eine schöne, erfolgreiche und weiterhin spannende WM.

 

Andreas Bach

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