Bevor ich diesen Text schreibe, eins vorweg: Ich bin immer noch zutiefst gefrustet wegen des Ausscheidens im Pokal gegen Saarbrücken und mein Puls hat sich gefühlt gerade mal auf immer noch hohe 172 gesenkt. Schuld ist aber nicht nur die Tatsache, dass Werder zum dritten Mal in Folge gegen einen Drittligisten ausgeschieden ist, sondern vielmehr die Art und Weise, wie es passiert ist. „Pokal hat seine eigenen Gesetze…“ „Mannschaften wachsen über sich hinaus…“ „Blabla…“ „Und ich hätte auch als König von England geboren werden können…“ Gegen dieses Werder Bremen war es aber nicht nötig über sich hinauszuwachsen. Nach dem Spiel eine Sensation zu beschreien, war einzig der Tatsache des Klassenunterschieds geschuldet, denn was sich auf dem Platz abspielte, war für einen Fan der Grün-Weißen – so wie ich es einer bin – das absolute Armutszeugnis einer Mannschaft, die kein System erkennen ließ, keinen Spielwitz, keine Kreativität, keine Verbesserung hinlänglich bekannter Schwächen und phasenweise einfach kein Herz, keine Leidenschaft und absolut keinen Glauben an die eigenen Fähigkeiten! (mehr …)

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So geht es nicht weiter. Oder doch? Uli Hoeneß hat ja ganz recht. Das Leistungsgefälle der Bundesligateams ist zu groß. Bayern haut Wolfsburg 6:1 weg und stürmt ohne Probleme ins Pokalfinale. Wo kommen wir hin, wenn es jetzt sogar im Pokal keine engen Spiele mehr gibt – für die Bayern zumindest? So zumindest die offizielle Lesart des heute rasch durchgeblätterten Pressespiegels und Internet-Echos. Doch – was will der Fan wirklich?

Ich weiß nicht, was der Fan wirklich will. Ich weiß nur, was ich wirklich will – meistens zumindest. Gestern wollte ich einen möglichst problemlosen Sieg der Bayern gegen die Wölfe – ab sofort Wölfchen genannt. Ich hatte Bedenken, dachte, hmm, die haben Barca im Kopf – das wird eine ganz schwierige Nummer. Was habe ich gelernt? Ich sollte mehr Vertrauen in meine Jungs haben. (mehr …)

Der 24. Spieltag in der Bundesliga ist beendet und es bahnt sich doch noch ein wenig Spannung im Tabellenkeller an. Hätte ja fast niemand mehr für möglich gehalten, aber Platz 16 ist nun doch noch anders belegbar, als die Hinrunde vermuten ließ. Nach 17 Spieltagen stellte sich mir eigentlich nur die Frage: Hoffenheim, Augsburg oder Fürth? Hoffenheim verbuchte nach einer katastrophalen Hinrunde erst zwölf Punkte, nur Augsburg und Fürth waren mit jeweils neun Punkten noch schlechter. Von diesen drei Vereinen schien keiner eines Bundesligisten würdig zu sein. Fazit: Teilweise unterirdisch. Platz 15 lag bereits sieben Punkte entfernt und war mit Wolfsburg etwas überraschend besetzt. (mehr …)