Während die Spieler ihr Gewicht mehr oder weniger stabil halten, nehmen Fans über die Laufzeit der WM zu. Messbar, kann ich für mich nur sagen. Liegt am Alk, am  unge- sunden, zu schnellen Essen, an unregelmäßigen Tages- und Nachtabläufen, ebenso generell am generellen Stress für Körper und Geist. Stars wie Karl-Heinz-Rummenigge haben in jungen Jahren vor wichtigen Finals noch a Schnapserl genommen, auch wegen der Nerven. Wir gucken mal: Was ist heute zeitgemäß, um sich „runterzufahren“?

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http://www.kicker.de/news/video/1214917/video_loews-rundumschlag.html#omfeaturedvideo

Ein paar Anmerkungen zur „Debatte“ über Löws jüngste Pressekonferenz:

1.) Die verbreitete Erwartung, wir „müssten“ mit dieser Mannschaft jedes Spitzenteam schlagen, war von vornherein verfehlt. Klar war: Man kann prinzipiell jedem Team aus der Weltspitze alles abverlangen und, wenn alles zusammenpasst, (fast) jeden schlagen. Das schließt aber ein, dass es einige Gegner gibt, gegen die man auch mal verlieren kann und darf, so traurig das auch sein mag. (mehr …)

„Wir wollen, müssen und werden sofort erfolgreich sein!“ (Matthias Sammer am 4.7.2012, ab jetzt Vorstand beim FC Bayern München – aber wie lange eigentlich? :-))

„Ich hab‘ mich irgendwann mal damit abgefunden, dass es im Fußball mehr Niederlagen als Siege gibt, auch wenn’s rein statistisch nicht möglich ist. Fußball tut eben meistens weh.“ Fußball-Training.org, am 6.7.2012 auf der Facebook-Seite von „Hauptsache Fussball“.

„Ich bin stolz, ein FC/DC-Arschloch zu sein.“ (verschiedene Spieler des FC/DC, München, immer, aber vor allem früher).

„We´re on a highway to hell“ (AC/DC, ab 1980 bis heute und darüber hinaus, also immer)

von Andreas Bach

Zwischen EM-Halbfinale und EM-Finale, also bereits in einer Deutschlandfreien Zeit, was den Spielbetrieb betraf, weilte ich nicht in Köln, sondern in meiner Geburtsstadt München. Zusammen mit alten Mannschaftskameraden feierte ich, 51, Bayern-Fan seit 1967, das 25jährige Jubiläum unseres Freizeitligavereins „FC/DC“. Natürlich war auch hier das Ausscheiden der EM-Elf ein wichtiges Thema, aber ansonsten war das Ganze eine wunderbare Veranstaltung mit Spiel gegen supernette Typen eines All-Star-Gegners aus befreundeten Münchner Freizeitkickerteams, einer coolen Party – alles mit echten Charakterköpfen. Und mir wurde mal wieder klar, auf was es hauptsächlich innerhalb einer Mannschaft ankommt.

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Es ist Europameisterschaft. Menschen machen früher Feierabend, trinken auch werktags deutlich mehr, als der Arzt empfiehlt und ertragen stoisch Beziehungskrisen, Konflikte mit dem Arbeitgeber oder andere zwischenmenschliche Verwerfungen, weil ihnen die UEFA nun mal diktiert, jeden Abend an Bildschirmen sitzen und die Bewegungen einer winzigen Kunststoffkugel zu verfolgen. Spiele der eigenen Mannschaft werden erwartet wie früher religiöse Festtage. In der Zwischenzeit kann man sich mit Partien der anderen Länder leidlich trösten. Die sind zwar oft sehr ansehnlich, werden einem aber niemals den gleichen emotionalen Kick geben wie die elf weißgewandeten jungen Männer, die das Gehirn eines deutschen Fans – evolutionsgeschichtlich gesehen – als Mitglieder des eigenen Jagdverbandes betrachtet, deren Aktionen es deshalb mit der Ausschüttung großer Mengen von Stress- oder Glückshormonen quittiert. (mehr …)

Samstag, 9. Juni. Durch ein Tor von Mario Gomez gewinnt Deutschland 1:0 gegen Portugal. Im Anschluss wird der Torschütze heftig kritisiert. Gomez mache von allem zu wenig. Nehme kaum am Spiel teil. Arbeite zu wenig für seine Mannschaft. Die absurdeste Formulierung hierzu kam von Mehmet Scholl: Gomez, so befürchtete er, hätte sich im Spiel „wundgelegen“, aus Untätigkeit, Lauffaulheit, so Scholl direkt nach dem Spiel in der ARD zu Reinhold Beckmann.

Heute, drei Tage später, am Dienstag, den 12.Juni, wird über diese Aussagen immer noch debattiert. Inzwischen zoffen sich FC Bayern-Manager Christian Nerlinger (pro Gomez, via Bild) und FC Bayern-U23-Trainer Mehmet Scholl (contra Gomez), der die Debatte in seiner Funktion als ARD-TV-Fußball-Experte ausgelöst hatte.

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Wer sich in diesen Wochen aufmerksam in deutschen Städten umsieht, der hat gute Chancen, seltsame Dinge zu beobachten: Vor Kiosken, in Biergärten oder auch in Spielzeuggeschäften stehen Gruppen von Menschen unterschiedlichster Altersklassen und Milieus herum und sehen wahnsinnig beschäftigt aus. Sie streichen Nummern auf handgeschriebenen Listen durch und begutachten sorgfältig Stapel mit kleinen Klebebildchen. Auf jeder von ihnen sieht man das Emblem der Firma „Panini“: den Schriftzug mit einem stilisierten Ritter, der ein (sehr) langes Schwert in Richtung des rechtes Bildrandes streckt. (mehr …)