Bevor ich diesen Text schreibe, eins vorweg: Ich bin immer noch zutiefst gefrustet wegen des Ausscheidens im Pokal gegen Saarbrücken und mein Puls hat sich gefühlt gerade mal auf immer noch hohe 172 gesenkt. Schuld ist aber nicht nur die Tatsache, dass Werder zum dritten Mal in Folge gegen einen Drittligisten ausgeschieden ist, sondern vielmehr die Art und Weise, wie es passiert ist. „Pokal hat seine eigenen Gesetze…“ „Mannschaften wachsen über sich hinaus…“ „Blabla…“ „Und ich hätte auch als König von England geboren werden können…“ Gegen dieses Werder Bremen war es aber nicht nötig über sich hinauszuwachsen. Nach dem Spiel eine Sensation zu beschreien, war einzig der Tatsache des Klassenunterschieds geschuldet, denn was sich auf dem Platz abspielte, war für einen Fan der Grün-Weißen – so wie ich es einer bin – das absolute Armutszeugnis einer Mannschaft, die kein System erkennen ließ, keinen Spielwitz, keine Kreativität, keine Verbesserung hinlänglich bekannter Schwächen und phasenweise einfach kein Herz, keine Leidenschaft und absolut keinen Glauben an die eigenen Fähigkeiten! (mehr …)

Werbeanzeigen

Alle Welt redet gerade vom Finale der Champions League. Davon wie die Übermannschaften aus Spanien von den deutschen Teams – die meiner Meinung nach beide in einem Atemzug mit den spanischen Vertretern zu nennen sind – einfach mal so überflügelt wurden. Zumindest für den Augenblick. Deutschland hat sein Traumfinale und Europa staunt nicht schlecht. So weit so gut – es freut mich ja ebenso wie viele andere, dass es nach 12-jähriger Titelabstinenz mal wieder einen deutschen Titelträger in der Königsklasse geben wird. Das Schöne für mich: Ich kann dem Finale als neutraler Zuschauer sehr gelassen entgegen fiebern und auf ein attraktives Spiel hoffen. Das Schlechte: Mein eigener Club – der SV Werder Bremen – ist von solchen Ereignissen derzeit meilenweit entfernt. Um Werder sieht es gar nicht gut aus – wenn ich hier nicht gerade sogar noch UNTERtreibe. Ich erwarte ja keine Champions League Finals, ohnehin erwarte ich nicht viel, aber ich mache mir einfach Sorgen. (mehr …)

Als Bremer hat man es derzeit nicht leicht. Woche für Woche stirbt die Hoffnung zuletzt. Die Hoffnung auf ein gutes Spiel der Mannschaft, auf ein starkes Werder Bremen. Das Feuer von den Rängen soll wieder auf dem Platz glühen, die Spieler sollen sich wieder ihren Allerwertesten aufreißen und endlich wieder für die sogenannte Trendwende sorgen – die Wiederherstellung erfolgreicher Tage. Doch auf dem Platz spielt sich schon lange das gleiche, triste Bild ab. Lustlose und uninspirierte Auftritte der Mannschaft. Blickt man auf die Reservisten, registriert man finstere Mienen. Beim Warmmachen schieben sie sich Bälle mit einer Gleichgültigkeit hin und her, die die Fans in ihrem Arbeitsalltag den Job kosten würde. Statt heiß zu laufen, dem Spiel Impulse zu geben und sich auch persönlich wieder in eine bessere Ausgangslage für die Nominierung der nächsten Startelf zu bringen, fügt man sich nahtlos in ein teils unterirdisch agierendes Team ein. Kein Aufbäumen, keine Gegenwehr, keine Ideen. Als Fan schmerzt das – wirklich! (mehr …)

Grün wie die Hoffnung?

Um meiner Trauer endlich Luft zu machen und angesichts großer Sorge vor dem Spiel gegen die Bayern – die für eine Abwehr wie die Bremer auch mit B-Elf und Bernabeu im Hinterkopf brandgefährlich sein werden  – schrieb ich gestern einige Zeilen über Werder. (mehr …)