Ein Gastbeitrag von Markus Foos

Ihr könnt doch nicht wirklich stolz auf Euch sein.

Für Euch, liebe HSV-Fans, gibt es aktuell nur wenig Zuneigung in Fußball-Deutschland und das könnt Ihr nicht verstehen. Vielleicht hilft Euch dieser Artikel. Er schildert die letzten Tage aus den Augen eines KSC-Fans und soll Euch helfen, die Welt durch die Augen von jemandem zu sehen, dem ihr momentan triumphierend gegenüber steht. Vielleicht trägt das zu etwas mehr Verständnis bei. Es wäre wunderbar.  (mehr …)

Das substanzlose Gequatsche in der Liga, im Weltfußball, ja, überall, wo der Ball rollt und sich die Saisonenden respektive die Wiederwahl Sepp Blatters bedrohlich nähern, wird langsam unerträglich, noch unerträglicher als gewöhnlich sonst schon zum Saisonfinale. Theater ist gar kein Ausdruck, eher Müllkippe. Was läuft? Wolfsburg spielt gegen Hannover nach einer 2:0-Führung noch unentschieden, 2:2. Und quasi im nächsten Atemzug, paar Tage später, werfen Klaus Allofs (Wob) und Dieter Schatzschneider (HSV) und unzählige andere dem FC Bayern Wettbewerbsverzerrung vor. Weil Bayern in Freiburg verliert. Hat Chelsea als frisch gebackener Meister nicht auch grade mal ein Spiel gegen einen mediokren Club mit 0-3 verloren? Ja, wo „Sammer“ hier eigentlich? (mehr …)

Ein Gastbeitrag von Markus Foos

Ich schreibe diesen Beitrag, weil ich erschrocken bin. Erschrocken von der Art und Weise, wie in den letzten Wochen Teile meiner Freunde, Bekannte und Studenten in die undifferenzierte Hetze gegen einen Bundesliga-Spieler eingestiegen sind. Erschrocken, weil ich diese Menschen bisher eher in Vorbildfunktionen kennengelernt habe. Als erfolgreiche Unternehmer, als herangehende Sportjournalisten, als intelligente Mitglieder einer rational denkenden Gesellschaft. Und weil ich sie deswegen alle für Menschen halte, die qua Bildung, Denkvermögen und Position zu einer differenzierten Auseinandersetzung befähigt sein sollten. (mehr …)

Wir schreiben den 22.04.2009. Um 20.30 Uhr wird Knut Kircher das Halbfinalspiel im DFB Pokal zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen anpfeifen. Der HSV genießt den Heimvorteil der HSH Nordbank Arena. Binnen drei Wochen werden diese beiden Giganten des Nordens ganze vier Mal aufeinander treffen. Dabei geht es um viel: Um den Einzug in zwei Endspiele. DFB-Pokal und UEFA Cup suchen schließlich einen Finalisten. Der HSV spielt in der Liga nebenbei um den Einzug in die Champions League. Aufregende Derbywochen, die da auf uns Fans zukommen…  (mehr …)

„Die Nummer Eins im Norden sind wir!“ Ein Schlachtruf, der im Prinzip für das ewige Duell zwischen dem HSV und Werder Bremen steht. Doch heute, in der Saison 2013/2014, ist vieles anders. Das Problem: Es ist nicht erst seit dieser Saison ein erheblicher Machtumschwung im Norden zu vernehmen.

Aber beginnen wir mal mit einer simplen Definitionsfrage. Wer gehört denn heutzutage zum sogenannten „Norden“. Groß gedacht fallen neben dem HSV und Werder Bremen auch Hannover, Braunschweig und Wolfsburg in die Kategorie „Nordverein“. Ja, immer wieder diese Niedersachsen… Wollen überall munter mitmischen. Und als wäre das nicht schon genug, setzen die Wölfe dem ganzen noch die Krone auf. (mehr …)

Seit Gründung der Bundesliga gibt es nur einen Verein, der jedes Jahr dabei war – den Hamburger Sportverein, kurz HSV, liebevoll „Dino“ genannt. Aber auch Dinos sterben aus, es ist nur eine Frage des Zeitpunkts und der Umstände. Diese scheinen nun aber vom neuen Sportdirektor Oliver Kreuzer gravierend beeinflusst zu werden. Auslöser für diese Kurzschlussreaktion – kann man die Entlassung Finks so nennen? – war der spontane Familienurlaub des Ex-Trainers. „München statt Malle“ dachte sich der alte Übungsleiter und besuchte seine Familie. Dabei wird gemunkelt, dass er lediglich mal wieder guten Fußball sehen wollte, in dem er einfach seinen beiden Jungs, Benedict und Julius, im elterlichen Vorgarten beim Ballspielen zusieht. Bedeutend schlechter als seine ehemaligen Spieler aus dem Hanseclub ging es auch wirklich nur sehr schwer. Die sprichwörtliche Reißleine wurde gezogen und Fink darf sich nun wohl wieder auf mehr Zuckerbrot statt Peitsche freuen. (mehr …)

Fußball wird nie bleiben, wie Fußball ist. Er erfindet sich, auf vielen Ebenen, jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde, nach jedem Wechsel, ständig neu. Was man als Mensch wie als Fan natürlich nicht gut finden muss. Weil man oft gar nicht so schnell schauen kann, nicht mehr hinterherkommt. Ständig strömen neue Spieler, neue Trainer, neue Funktionäre, Sponsoren, Unternehmen, also neue Geldgeber, neues Geld in so ziemlich alle relevanten Ligen dieser Welt. Und alte(s) scheidet aus. Die so genannten Traditionsvereine, die diesen unbarmherzig aufgespeedeten, globalisierten Fußball nicht verstehen oder nicht verstehen wollen, werden langfristig auf der Strecke bleiben. Was für diese Vereine  übersetzt so viel heißt wie: Nie mehr erste Liga – zumindest auf die Dauer. (mehr …)