Es gibt ja so Turniertypen, die auf dem Papier wenig spektakulär aussehen, aber dennoch Jahr für Jahr eine ungemeine Spannung und Dramatik entwickeln. Die Bundesliga zum Beispiel ist ja prinzipiell gar nichts anderes als eine Ansammlung von 18 Clubs, die je zweimal gegeneinander spielen und dann nach Erfolg tabellarisch sortiert werden – und am Ende gewinnen die Bayern (oder halt diejenigen, die die meisten Punkte haben, sollten es ausnahmsweise nicht die Bayern sein).

Klingt erst einmal nicht so spannend…ist es aber!

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Fußball wird nie bleiben, wie Fußball ist. Er erfindet sich, auf vielen Ebenen, jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde, nach jedem Wechsel, ständig neu. Was man als Mensch wie als Fan natürlich nicht gut finden muss. Weil man oft gar nicht so schnell schauen kann, nicht mehr hinterherkommt. Ständig strömen neue Spieler, neue Trainer, neue Funktionäre, Sponsoren, Unternehmen, also neue Geldgeber, neues Geld in so ziemlich alle relevanten Ligen dieser Welt. Und alte(s) scheidet aus. Die so genannten Traditionsvereine, die diesen unbarmherzig aufgespeedeten, globalisierten Fußball nicht verstehen oder nicht verstehen wollen, werden langfristig auf der Strecke bleiben. Was für diese Vereine  übersetzt so viel heißt wie: Nie mehr erste Liga – zumindest auf die Dauer. (mehr …)

„Sommerpause. Endlich Zeit, alle Spiele der abgelaufenen Saison nochmals in aller Ruhe anzuschauen“ (Anatol Nitschke, nach dem Champions League-Finale wieder zuhause in Berlin).

Ist es nicht schön, jetzt endlich Zeit zu haben für die wirklich wichtigen Dinge im Leben? Sich aufregen zu können über die echten Schwachmaten des Geschäfts?

Oder sich, besser fürs Herz, alle Lieblingsspiele mit bekanntem Ausgang  und sonst wie alle All Time Football-Greats nochmals anzuschauen. Und nochmals. Und nochmals. Und FIFA 13…14…spielen…

Und dann der Transferwahnsinn. Robert Lewandowski. Manche Menschen können einem echt nur noch leid tun. Tag für Tag diese so fettreiche wie kalorienarme Medien-Schlacht am Fußballer-Buffet. Geht an mir vorbei. Wer kommt, der kommt. Wer geht, haut ab. Reisende soll man nicht aufhalten – und wer bleibt, wissen wir schon jetzt ganz genau und sind glücklich darüber. Oder auch nicht. Gewisse Berater werden es in Zukunft jedenfalls äußerst schwer haben, auch nur einen halben Fuß auf den Boden der europäischen Fussballbühne zu bekommen.

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Die Saison neigt sich dummerweise unweigerlich dem Finale zu.

Aber, welchem Ende? Welchem Finale?

Soeben zeichneten wir die vierte Gesprächsrunde unseres Talks „ENG AM BALL – der Hauptsache Fussball-Talk“ auf. Mit in der Runde: Ein BVB-Fan, ein Bayern-Fan, ein Werder-Fan und ein Fan der Düsseldorfer Fortuna. Der Talk ist nun online:

http://www.youtube.com/watch?v=ZparZGQh_ec

Und was soll ich sagen, ihr könnt es gerne überprüfen 🙂 : Es war ein über 50 Minuten langes, hochklassiges, sachliches, ganz wunderbares Gespräch über das kommende Champions League-Finale, und vor allem über die beiden Teams, die es bestreiten werden – und über ein bisschen Bundesliga und so weiter. Ich habe während des Gesprächs die sehr zufriedenstellende innere Erfahrung gemacht, Respekt, ja Zuneigung für diese Clubs zu entwickeln, für die Vertreter dieser Vereine  – und deren Fans sowieso. Ich fragte mich während des Gesprächs die ganze Zeit: Wieso können wir die blöde Zeit nicht genau jetzt einfrieren? Dann hätten wir zwei CL-Sieger! Perfekt!

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Seit gestern steht es also erst einmal für mindestens eine Woche fest: Punktgleichheit im Kampf um den Relegationsplatz in Liga 2. Mit einem hart erkämpften, am Ende glücklichen 1:0-Sieg zieht der 1. FC Köln mit dem 1. FC Kaiserslautern gleich – und das Fernduell zweier Traditionsclubs geht in die nächste Runde.

Für die Liga ist es schön, dass es wenigstens noch einen richtigen Spannungsfaktor in Sachen Aufstiegskampf gibt – nachdem ja die zwei direkten Aufsteiger gefühlt schon seit Wochen, wenn nicht gar Monaten feststehen. Für die FC-Anhänger wiederum ist mehr als erfreulich, dass es nach dem verloren gegangenen direkten Duell mit dem Widersacher und dem Ende der Super-Serie von 15 Spielen ohne Niederlage nicht direkt zum Totaleinbruch kam, sondern der Kampf sofort wieder aufgenommen wurde. Nur die roten Teufel werden vielleicht nicht ganz so erfreut sein, dass es jetzt eventuell eben ein zittriges Saisonfinale geben wird…wobei: Es geht ja eh um den Relegationsplatz, nicht um den direkten Aufstieg, insofern wird man sich dort sicher ohnehin noch auf die ein oder andere Attacke auf das eigene Nervenkostüm eingestellt haben.

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Mann, Mann, Mann, Frau, Geliebte, Mann. Funz, Furz, Vaart van Bömmelsche. Ja, die Liebe. Und diese aktuellen „Ergebnisse aus deutscher Sicht“ sind ja auch alle ganz nett. Aber da geht es dann auch schon los. Was mich ganz gewaltig nervt an dieser Saison, ja am Profifußball überhaupt, ist inzwischen sehr vieles – fast zu vieles für meinen Geschmack! Und es könnte nicht mehr lange dauern, dann wäre Basketball oder Eishockey halt die Frage, gell. Aber im Einzelnen: (mehr …)

Es sollte ein Jahr des Umbruchs in Köln werden. Eine stark verjüngte Mannschaft und mit Holger Stanislawski ein Trainer, der ein Charisma versprüht, das seinesgleichen sucht. „Holger Stanislawski ist ein Fußball-Lehrer mit Charakter, der gemeinsam mit der sportlichen Führung des 1. FC Köln eine neue Mannschaft formen wird“, waren nach dieser Verpflichtung die Worte von Geschäftsführer Claus Horstmann. Stanislawski sollte das Domstadt-Ruder in die Hand nehmen und die Geißböcke wieder in Erstliga-Fahrwasser führen, am besten gleich dauerhaft und geprägt von vielen Erfolgen. Ein neuer Anstrich also für den FC. Keine Angst, die Rede ist nicht von den Vereinsfarben, sondern von den internen Strukturen in einem Verein, der auch wieder für die Allgemeinheit das Image eines Chaos-Clubs ablegen möchte – das dürfte bei der Menge an Eigenbeiträgen zu diesem Negativ-Image allerdings nicht von heute auf morgen gehen. (mehr …)